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Verband & Politik | WaldwissenLesezeit 5 min.

Bündner Wald. Unsere Zukunft.

Der Hitzesommer 2026 führt uns erneut deutlich vor Augen, unter welchem Druck der Bündner Wald inzwischen steht. Wochenlange Hitze, aussergewöhnlich wenige Niederschläge und vielerorts stark ausgetrocknete Waldböden prägen die aktuelle Situation. In weiten Teilen Graubündens musste aufgrund der sehr hohen Wald- und Flurbrandgefahr ein absolutes Feuerverbot ausgesprochen werden. Besonders besorgniserregend ist, dass diese Trockenheit nicht isoliert betrachtet werden kann. Bereits das vergangene Winterhalbjahr war in vielen Regionen aussergewöhnlich niederschlags- und schneearm. Dadurch fehlt der natürliche Zufluss zu den Wasserspeichern im Untergrund, was sich langfristig nachteilig auf die Wasserversorgung auswirken kann.

Für die Bündner Waldverbände sind diese Entwicklungen keine abstrakten Zukunftsszenarien mehr. Die klimatischen Veränderungen sind im Wald angekommen. Hitzeperioden, Trockenheit, Stürme, Waldbrände und die zunehmende Gefahr durch Schadorganismen wie den Borkenkäfer setzen unsere Wälder immer häufiger unter Druck. Die Auswirkungen des Sommers 2026 werden zudem nicht mit den ersten Herbstniederschlägen verschwinden. Geschwächte Bäume können noch Jahre später absterben oder anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen sein. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind Schäden erkennbar, doch das tatsächliche Ausmass dieses Hitzesommers werden wir teilweise erst in den kommenden Jahren feststellen können.

Stellungnahme der SELVA und Graubünden Wald>>>

 

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